Martinsgans – Produkt des Monats November

Dieser Beitrag wurde vor am Sonntag, 1. November 2009 um 05:45 Uhr veröffentlicht und unter Produkte gespeichert.

Am 11. November ist wieder Martinstag, ein Festtag für alle Gänseliebhaber und des Heiligen Martin von Tours.

Der wohl beliebteste Brauch ist das Martinsgans-Essen, auch der Martinszug und das Martinssingen sind in vielen Teilen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz bekannt.

Der Martinstag ist noch aus dem Mittelalter bekannt.

Laternenwanderung, Martinsfeuer und Legenden um arme Bettler – daraus erschließt sich der Brauch der Martinsgans nicht.

Er hat seine Wurzeln auch nicht in der Barmherzigkeit und dem großzügigen Verhalten des Heiligen Martins. Laut einer Sage hat er sich im Gänsestall versteckt, weil das Volk ihm zum Bischof wählen lassen wollte. Seiner Bescheidenheit folgend, versteckte er sich und wurde durch das laute Geschnatter der Gänse verraten. Ihm zu Ehren soll das vorlaute Geflügel geschlachtet und gebraten worden sein.

Sein wahrer Ursprung  findet sich wider im Kreislauf des Bauern- und Kirchenjahres

Am 11. November ist der Beginn der 40 tägigen vorweihnachtlichen Fastenzeit und die Phase des fetten Essens vorbei.

Außerdem war der 11. November früher der Termin, an dem die Pachtzahlungen fällig wurden, nicht selten in Form einer gut gemästeten Gans.

Die Tage wurden kürzer, der Winter hielt wenig Arbeit bereit. Die Zeit wurde zum Wolle machen, einkochen und anlegen von Wintervorräten genutzt. Da dafür natürlich kein Gesinde benötigt wurde, war der 11. Auch der Tag, an dem die Mägde und Knechte entlassen wurden. Auch für sie war eine Gans eine gern gesehene Ausbezahlung und ein Geschenk.

Im Norden genießt man die Gans eher mit Mett, Zwiebeln, Knoblauch und Kräutern gefüllt.

Der Süden bevorzugt eine Füllung aus Semmeln, Esskastanien, geröstete Nüsse, Äpfel, Pflaumen, Zucker und Essig.

Am besten schmecken die Gänse zwischen Oktober und Januar, fette Tiere sind geschmackvoller, als zu magere Tiere.

Auch bei den freecooks sind zwei Gänse eingeflogen – wo sie gelandet sind, ob in der Röhre oder im Bräter, schaut bei den freecooks Rezepten und lasst euch inspirieren!

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