Dem Unheil zuvorkommen
Prävention kommt vom lateinischen „praevenire“, das heißt „zuvorkommen, verhüten“. In der Medizin ist damit gemeint, Krankheiten zuvorzukommen und zu vermeiden. Krankheiten brechen erst aus, wenn bestimmte Bedingungen (Risikofaktoren) bzw. Kombinationen einzelner Bedingungen gegeben sind. Prävention heißt also, Risiken zu reduzieren und die Bedingungen, die zur Entstehung einer Krankheit führen können, zu vermindern oder zu vermeiden.
Man spricht in diesem Zusammenhang von primärer, sekundärer und tertiärer Prävention. Die Ausschaltung gesundheitsgefährdender Faktoren (Risikofaktoren) vor ihrem Wirksamwerden, nennt man primäre Prävention. Die sekundäre Prävention ist die Sicherstellung frühestmöglicher Diagnosen und Therapien von Krankheiten durch Vorsorgeuntersuchungen. Als tertiäre Prävention bezeichnet man die Begrenzung der Krankheitsfolgen, die Rehabilitation und die Rückfallvorbeugung. Wir konzentrieren uns aber nur auf die primäre Prävention. Wie kann ich also meinen persönlichen Lebensstil dahingehend optimieren?
Lebensstilfaktoren und Gesundheitsrisiko
Die Wissenschaft beweist zunehmend, dass Lebensstilfaktoren wie Ernährung, Alkohol, Rauchen, Bewegungsverhalten und sozioökonomische Faktoren eine wechselseitige Beziehung zu Gesundheit und Krankheit aufweisen. Für die stetig zunehmenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie auch für einige Tumorerkrankungen, sind diese Risikofaktoren bereits durch mehrere Studien belegt. Das ist von großer Bedeutung, weil beispielsweise die Herz-Kreislauf-Erkrankungen in der westlichen Welt mittlerweile die häufigsten Todesursachen sind.
Durch eine Änderung des Lebensstils kann das Risiko entscheidend vermindert werden. Die empfohlene Lebensstiloptimierung lautet: mindestens 30 Minuten Bewegung/Tag, fünf Portionen Obst und Gemüse/Tag, 2 – 4 fettarme Milchprodukte/Tag, max. 25 – 35% Fettanteil täglich, max. 10% gesättigte Fettsäuren täglich, mindestens zwei Portionen Fisch/Woche, bis fünf Getreideprodukte/Tag, Nichtrauchen, 1 – 2 Gläschen Wein/Tag und geeignete Stressbewältigungsmechanismen.
Gelegentlich wird auch von den „magischen Vier“ der Lebensstilmedizin gesprochen. Durch nur vier wesentliche Lebensstilmaßnahmen kann das Erkrankungsrisiko für viele chronische, und auch degenerative, Krankheiten sehr gering gehalten werden. Diese Maßnahmen heißen: Nichtrauchen, richtige Ernährung, körperliche Aktivität und Normalgewicht. Dabei wird nicht nur eine Verminderung der Morbidität und der Mortalität die Folge sein, sondern auch eine deutliche Verbesserung des subjektiven Wohlbefindens.
Ist Prävention eine Tugend?
Prävention ist auch ein Handlungstypus, dem eine eigene Tugend zugeordnet wird. Allerdings kann die Tugend der Prävention nicht allein auf medizinische Handlungen reduziert werden. Sie ist die Haltung, jeder Art von Übel zuvor zu kommen. Medizinische Prävention ist ein Teil davon. Die drei oben genannten Maximen sind die Ziele der moralischen Tugend, die in der gewohnheitsmäßigen Haltung besteht, unter den verschiedenen Handlungsoptionen jene zu wählen, die die geringeren Gesundheitsrisiken enthalten.
Handlungen, die das Leben unmittelbar gefährden oder gesundheitliche Schäden hervorrufen, sind natürlich präventiv zu vermeiden. An einem eiskalten Wintertag mit Schneesturm wird man nicht einfach mit T-Shirt, ohne Mantel und Kopfbedeckung im Freien spazieren gehen, denn eine schwere Erkältung oder eine Lungenentzündung wären die wahrscheinlichen Folgen. Es bedarf keiner besonderen Erklärung, um dies zu erkennen.
So ist prinzipiell durch den einmaligen Genuss von 3/4 Liter Wein kein gesundheitlicher Nachteil für einen Erwachsenen zu erwarten, jedoch aber ein beträchtlicher Schaden, wenn es um den täglichen Konsum dieser Menge über Monate und Jahre hindurch geht. Tugendhaft ist es also, bestimmte Verhaltensweisen entweder zu ändern, wenn sie sich negativ auswirken, beziehungsweise konsequent weiterzuführen, wenn sie einen Gesundheitsnutzen bringen.
Der Lebensstil eines Menschen wird durch seine konkrete Präferenzstruktur und seine angewohnten Verhaltensmuster ausgestaltet. Für die Frage, ob gewisse im Lebensstil angestammte Handlungen ein Gesundheitsrisiko darstellen, ist die Medizinwissenschaft zuständig. Meistens wird es so sein, dass ein Verhalten erst ab der Übertretung einer Häufigkeitsschwelle riskant wird. Diese Schwelle ist aber auch nicht für alle Menschen gleich. Sie hängt von vielen Faktoren ab: von genetischer Disposition, körperlicher Verfassung, Umweltfaktoren u.v.a.m.
Die Tugend der Prävention zielt darauf ab, die Grundsatzentscheidung zu treffen, im Rahmen der gegebenen Umstände einen gesunden Lebensstil zu führen und eine große Sensibilität zu entwickeln, um gesundheitsfördernde Optionen zu wählen bzw. gesundheitsschädigende Verhaltensweisen zu vermeiden. In der Folge wird diese Tugend in Beziehung zu den vier Kardinaltugenden gesetzt werden.
Wenig tun für viel Gesundheit
Auf den Lebensalltag bezogen kann man mit wenigen, nicht aufwendigen Maßnahmen schon viel tun, um seine Gesundheit möglichst lange zu erhalten. Diese Maßnahmen ziehen sich durch alle Lebensbereiche und sind so vielfältig, dass jeder seine persönlichen Favorites aussuchen kann:
- Essen Sie nur 3 x täglich, anstatt vieler kleine Mahlzeiten zwischendurch (auch Obst ist eine Zwischenmahlzeit). Das stabilisiert den Blutzuckerspiegel, vermeidet Fetteinlagerung in den Fettdepots und entlastet das Verdauungssystem.
- Orientieren Sie sich bei Ihrer Ernährung an der Mediterranen Küche. Viel Gemüse und Obst, mäßig Fleisch und Kohlehydrate. Gerne auch mal ein Glas Wein.
- Bringen Sie regelmäßig Bewegung in Ihr Leben. Alltagsbewegung (Hausarbeit, Gehen, Gartenarbeit, etc.) erhöht den Grundumsatz und hilft den Stoffwechsel zu erhöhen. Darüber hinaus hat Alltagsbewegung einen erwiesenen Effekt auf die Gesundheitsprävention. Täglich 3000 Schritte zusätzlich sind ein guter Anfang.
- Kontrollieren Sie Ihren Bauchumfang. Der Bauchumfang gilt inzwischen als einer der wichtigsten Risikofaktoren für das so genannte metabolische Syndrom. Hintergrund ist, dass das Bauchfett (anders als das übrige Körperfett) eine ganze Kaskade von negativen Stoffwechselvorgängen im Körper auslöst. Diese erhöhen wiederum signifikant das Risiko für Diabetes und Herz- Kreislauferkrankungen. Der Richtwert für den Bauchumfang sollte bei Männern unter 100 cm und bei Frauen unter 85 cm liegen.
- Schlafen Sie ausreichend. Gesunder Schlaf ist essentiell für eine stabile Gesundheit. Permanenter Schlafmangel oder schlechte Schlafqualität wirken sich sowohl ungünstig auf das Immunsystem, als auch auf das Körpergewicht und die Psyche aus. Der persönliche Schlafbedarf ist sehr individuell und liegt etwa zwischen 6,5 und 8,5 Stunden.
- Trinken Sie wenig Alkohol. Mal einen über den Durst trinken ist absolut in Ordnung. Aber eben nur mal ab und zu. Wer jedoch regelmäßig (täglich), auch moderate Mengen trinkt, der gefährdet maßgeblich seine Gesundheit. Die Grenze zwischen unbedenklich und zuviel verläuft dabei messerscharf: bei Frauen liegt der Grenzwert bei 10 gr. Alkohol (1/2 Glas Wein oder ein ¼ l Bier), bei Männern 20 gr. Alkohol (1/2 l Bier oder 1 Glas Wein)
- Versuchen Sie die Balance zwischen den täglichen Anforderungen des Beruflebens und den persönlichen Lebensbedürfnissen in Einklang zu bringen. Mit anderen Worten: versuchen Sie, Stress so gut es geht zu minimieren. Auch hier gilt: kurze Stressphasen schaden nicht. Lang andauernder oder permanenter Stress ist schädlich. Für die WHO gilt Stress als die größte globale Gesundheitsbedrohung des neuen Jahrhunderts.
Man kann mit wenig sehr viel erreichen. Es reicht schon aus, sich ein, zwei Punkte auszusuchen und zu versuchen, diese in seinen persönlichen Lebensalltag zu integrieren. Fangen Sie mit kleinen Schritten an, aber dafür regelmäßig und beständig.
Die Qualität unseres heutigen Lebensstils (sei er nun gut oder schlecht) bestimmt die Qualität unserer zukünftigen Gesundheit.
Text Copyright: Marc Weise

I like this post, enjoyed this one regards for putting up. “Pain is inevitable. Suffering is optional.” by M. Kathleen Casey.
[url=http://myclsale.webs.com/]Cheap Christian Louboutin[/url]
Cheap Christian Louboutin
I have not checked in here for some time as I thought it was getting boring, but the last few posts are great quality so I guess I will add you back to my everyday bloglist. You deserve it friend
Christian Louboutin Booties
hi!,I really like your writing very a lot! proportion we communicate extra about your article on AOL? I require a specialist in this space to resolve my problem. Maybe that is you! Looking ahead to peer you.
supra shoes
Usually I do not learn post on blogs, but I would like to say that this write-up very pressured me to take a look at and do it! Your writing style has been amazed me. Thank you, very nice post.
moncler coats
Perfectly indited subject material, appreciate it for selective information. “In the fight between you and the world, back the world.” by Frank Zappa.
Supra High Tops